Demokratiebildung in der Schule: Warum Werte der Anfang sind.
Die meisten jungen Menschen sind mit der Demokratie zufrieden, und das politische Interesse wächst. Zugleich fühlen sich viele schlecht informiert und erleben im Alltag zu wenig Respekt und Offenheit. Das zeigen aktuelle Studien.
Die wichtigsten Zahlen
Jede Zahl stammt aus der verlinkten Originalquelle.
der 12- bis 25-Jährigen sind mit der Demokratie eher oder sehr zufrieden.
bezeichnen sich als politisch interessiert. 2002 waren es nur 34 %.
beklagen ein Gefühl des Kontrollverlusts.
der befragten Kinder und Jugendlichen meinen, die junge Generation wisse ausreichend über demokratische Abläufe Bescheid.
Quelle: Kinderreport 2024, Deutsches Kinderhilfswerk (Zusammenfassung, PDF)
Was Jugendliche über Demokratie sagen
Was die Studien sagen, in unseren Worten zusammengefasst, mit Link zur Quelle.
Shell Jugendstudie 2024
Befragt wurden 12- bis 25-Jährige. Drei Viertel sind mit der Demokratie eher oder sehr zufrieden, im Westen 77 %, im Osten 60 %. Die Zusammenfassung hält zugleich fest, dass viele Jugendliche für populistische Positionen empfänglich sind: 51 % beklagen ein Gefühl des Kontrollverlusts, 40 % fühlen sich häufiger benachteiligt. Das politische Interesse ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Kinderreport 2024
Im Januar 2024 wurden 666 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren sowie 1.006 Erwachsene befragt. Nur 9 % der Kinder und Jugendlichen meinen, dass die junge Generation ausreichend über demokratische Abläufe Bescheid weiß, 71 % sehen das nicht so. 88 % stimmen zu, dass die junge Generation weniger mit der Demokratie zufrieden ist, weil sich Menschen immer weniger mit Respekt begegnen und weniger offen für andere Meinungen sind.
Quelle: Kinderreport 2024, Deutsches Kinderhilfswerk (Zusammenfassung, PDF)
SINUS-Jugendstudie 2024
Die qualitative Studie stützt sich auf 72 Fallstudien mit 14- bis 17-Jährigen (Erhebung Juni bis September 2023). Demokratische Bildung und Mitbestimmung spielen im Schulalltag laut Studie eine untergeordnete Rolle. Viele Jugendliche erleben die Schule nicht als Ort, an dem sie gehört werden.
Quelle: SINUS-Jugendstudie 2024
Was das für Schulen bedeutet
Aus den Studien lassen sich drei Anknüpfungspunkte für Schulen ablesen.
Beteiligung erlebbar machen
Der Kinderreport fordert, dass Beteiligung im Schulalltag aktiv gelebt wird und alle Schülerinnen und Schüler ihre Beteiligungsrechte kennen und praktizieren können.
Respekt und Offenheit üben
Dass sich Menschen weniger respektvoll begegnen, ist für 88 % der befragten Kinder und Jugendlichen ein Grund für sinkende Demokratiezufriedenheit. Im Klassenzimmer lässt sich ein anderer Umgang täglich üben.
Gehört werden
Wenn Jugendliche die Schule nicht als Ort erleben, an dem sie gehört werden, braucht es Formate, in denen ihre Sicht sichtbar wird und etwas bewirkt.
Wie Value School ansetzt
Value School gibt keine Werte vor. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und auf Wunsch die Eltern erarbeiten ihre Werte selbst. Alle werden gefragt, die Ergebnisse werden sichtbar, und ausgewählte Schülervertreterinnen und -vertreter arbeiten damit weiter. So erleben junge Menschen Beteiligung ganz konkret. Wir arbeiten partizipativ, parteipolitisch neutral und mit klarer Bindung an das Grundgesetz.
Weitere Themen
Mentale GesundheitResilienzAlle Themen
Stand der Quellen: Oktober 2026. Die Zahlen wurden anhand der verlinkten Originalquellen geprüft.
Lass uns sprechen
Du möchtest wissen, wie Wertearbeit an deiner Schule aussehen kann? Wir hören zu und schlagen passende Bausteine vor.
Direkt Termin buchen
50 Min Erstgespräch · kostenfrei · online
oder schreib uns
Vielen Dank!
Wir melden uns zeitnah.
Oder direkt: wertvoll@value-school.de
