FAQ

Häufige Fragen und Antworten

Alles, was Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern uns am häufigsten fragen. Deine Frage ist nicht dabei? Dann schreib uns oder buch ein Gespräch.

Allgemein

Was ist Value School?

Value School bringt strukturierte Wertearbeit an Schulen. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte finden heraus, was ihnen wirklich wichtig ist, entwickeln daraus ein gemeinsames Werteverständnis und übersetzen es in konkrete Veränderungen für das tägliche Miteinander.

Wir arbeiten spielerisch und erlebnisorientiert, mit Workshops, einem digitalen Werte-Check und Formaten, die Lehrkräfte und Schülervertretungen befähigen, die Wertearbeit nach dem Projekt selbst weiterzutragen.

Für welche Schulformen und Jahrgangsstufen ist Value School geeignet?

Value School ist für alle Schulformen geeignet, von der Grundschule bis zur Berufsschule. Wir passen Methoden und Formate altersgerecht an die jeweilige Gruppe an. In der Sekundarstufe arbeiten wir vor allem diskurs-, reflexions- und dilemmabasiert.

Bisher haben wir zum Beispiel an einer Förderschule, einem Gymnasium, einer kooperativen Gesamtschule und einem Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum gearbeitet.

Wer steckt hinter Value School?

Hinter Value School steht die Werteschule gUG mit Sitz in Köln. Gegründet haben sie Hendrik Martens, Werte-Trainer und Ausbilder, und Sebastian Thamm, Unternehmer mit Erfahrung in Gamification und erlebnisorientiertem Lernen.

Durchgeführt werden die Projekte von einem Team erfahrener Trainerinnen und Trainer mit schulischem und pädagogischem Hintergrund, darunter Lehrkräfte, Schulleitungen und Coaches.

Die Methodik beruht auf einem spielerischen Ansatz zur Werteidentifikation. Mit den dazugehörigen Wertespielen, von denen über 70.000 verkauft wurden, haben bereits über 250.000 Menschen gearbeitet, und über 1.000 Trainerinnen, Trainer und Coaches setzen sie ein.

Was bedeutet gemeinnützig bei euch?

Die Werteschule gUG ist eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft. Das zuständige Finanzamt hat am 23.07.2026 festgestellt, dass die Satzung die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit nach § 60a der Abgabenordnung erfüllt.

Für Schulen heißt das vor allem: Wir können für Projekte Fördermittel beantragen und arbeiten mit einem Bildungsauftrag statt mit Gewinnabsicht.

Welche Werte vermittelt ihr, und wie neutral arbeitet ihr?

Wir geben keine Werte vor. Die Beteiligten erarbeiten ihre Werte selbst und gestalten die Werte ihrer Schule aktiv mit. Ein vorgegebenes Leitbild gibt es nicht.

Unsere Methodik ist partizipativ und nicht indoktrinierend. Wir arbeiten parteipolitisch neutral und mit klarer Bindung an das Grundgesetz. Orientierung geben die Ziele politischer Bildung sowie anerkannte Konzepte wie die WHO-Life-Skills und die Resilienzforschung.

Programm und Ablauf

Welche Module gibt es, und womit fängt eine Schule am besten an?

Ein Projekt besteht aus diesen Bausteinen:

  • Value Navigators: die Steuergruppe an der Schule. Sie koordiniert und steuert das Projekt.
  • Value Teachers: die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften.
  • Value Students: die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern, mit Projekttagen und digitaler Begleitung.
  • Value Parents: die Einbindung der Eltern, von einfacher Information bis zu einer partizipativen Rolle, als eigener Strang.

Jede Schule konzipieren wir individuell und wählen mit euch aus, welche Bausteine in welcher Form passen. Meist beginnen wir mit der Steuergruppe, denn sie klärt Ziele, Zeitplan und Ansprechpersonen. Welche Bausteine für deine Schule passen, besprechen wir im Erstgespräch.

Wie lange dauert ein Projekt, und wie flexibel lässt es sich einbinden?

Ein Projekt dauert in der Regel drei bis sechs Monate.

Die Einbindung von Kollegium und Schulleitung gestalten wir sehr flexibel. Wir richten uns nach den Gegebenheiten und dem organisatorischen Rhythmus der Schule: ob an einem Projekttag, an einem pädagogischen Tag mit dem Kollegium oder indem wir Bausteine in den Online-Bereich verlagern. Dabei sind wir offen und stimmen alles mit euch ab.

Wer kommt zu uns an die Schule?

Ein Team aus erfahrenen Trainerinnen und Trainern mit schulischem und pädagogischem Hintergrund sowie Expertise in Coaching, Werte- und Präventionsarbeit. Die Online-Bausteine laufen digital.

Dazu gibt es eine feste Ansprechperson für die Abstimmung mit der Schule, die auch Termine und Nachweise gegenüber Fördermittelgebern koordiniert.

Was passiert bei den Projekttagen mit den Schülerinnen und Schülern?

An der Schule gibt es Projekttage oder Workshops mit den Schülerinnen und Schülern, ergänzt durch ein digitales Begleittool. Wie viele Tage es sind und in welchem Umfang, richtet sich nach der Schule.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten über einen digitalen Werte-Check ihr persönliches Werteprofil. Daraus entsteht ein anonymisiertes Wertebild der Schülerschaft.

Ausgewählte Schülervertreterinnen und -vertreter arbeiten danach in einem vertiefenden Workshop mit diesen Ergebnissen. Sie setzen sich mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Wertekonflikten auseinander, mit erlebnisorientierten Übungen, Gamification, Dilemma-Situationen, Rollenspielen und Gruppenarbeit. Daraus entstehen konkrete Impulse für das Miteinander. Engagierte Schülerinnen und Schüler werden anschließend als Value Scouts eingebunden und tragen die Impulse weiter.

Wie läuft es von der Anfrage bis zum Start ab?
  • Erstgespräch: 50 Minuten, kostenfrei und online. Wir hören zu und verstehen, wo deine Schule steht.
  • Auswahl und Finanzierung: Wir schlagen passende Bausteine vor und kümmern uns federführend um Fördermittel und Sponsoren.
  • Start: Wir klären Termine und die Kommunikation an Schülerschaft, Kollegium und Eltern und bereiten die digitalen Werte-Checks technisch vor. Zu Beginn steht das Kick-off mit der Steuergruppe.
Muss das ganze Kollegium mitmachen?

Im Idealfall nimmt das ganze Kollegium teil, weil sich dann alle dieser Methodik und dem Thema öffnen. Es steht aber jeder Schule und jeder Lehrkraft frei, das individuell zu handhaben. Wir wollen niemanden zwingen.

Die Value Ambassadors sind ausgewählte Lehrkräfte, die freiwillig teilnehmen. In der Steuergruppe sind Vertreterinnen und Vertreter aus Schulleitung und Kollegium, bei Bedarf auch Förderverein und Elternvertretung.

Wie lässt sich das in den Stundenplan und Schulalltag einbauen?

Der Werte-Check lässt sich pro Klasse innerhalb einer Unterrichtsstunde durchführen. Er braucht in der Regel 20 Minuten. Die Lehrkräfte erhalten dazu vorab ein kurzes Briefing.

Projekttage und Workshops legen wir in den Rhythmus der Schule. Die vertiefenden Workshops finden mit ausgewählten Schülervertreterinnen und -vertretern statt. Termine stimmen wir in der Vorab-Organisation mit der Schule ab.

Was passiert nach dem Projekt, und wie bleibt das Thema an der Schule?

Das Projekt ist ein Anschub. Die Schule soll die Wertearbeit danach selbstständig fortführen können, ohne dauerhafte Folgekosten. Das bleibt an der Schule:

  • Value Ambassadors im Kollegium, die Methoden anwenden und Reflexionen moderieren.
  • Value Scouts in der Schülerschaft, die die Perspektive der Schülerinnen und Schüler einbringen.
  • Ein gemeinsam entwickeltes Schulwertebild mit den Perspektiven von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern.
  • Konkrete Wertedefinitionen und Handlungsansätze für den Schulalltag.
  • Wiederverwendbare Materialien und Methoden für Unterricht, Klassenleitung und Projekttage.
  • Ein Fahrplan zur Weiterarbeit.

Kosten und Förderung

Was kostet Value School?

Das hängt vom Umfang ab, denn jede Schule bringt andere Voraussetzungen mit und wählt selbst, welche Stränge sie nutzen möchte. Deshalb nennen wir hier keine Pauschalpreise, sondern erstellen nach dem Erstgespräch ein individuelles Angebot.

Wichtig ist dabei: Wir kümmern uns federführend um die Finanzierung. Mehr dazu in der nächsten Frage.

Gibt es Fördermöglichkeiten, und helft ihr bei der Beantragung?

Ja, und wir übernehmen das federführend. Wir haben ein Netzwerk und feste Prozesse für die Akquise von Fördermitteln und Sponsoren. Wir stellen die Anträge, sprechen mit Stiftungen und Förderern und koordinieren die Berichte und Nachweise.

Infrage kommen unter anderem Stiftungen, der schulische Förderverein und Sponsoren. Im Erstgespräch klären wir, welche Quellen für deine Schule passen.

Müssen Eltern etwas bezahlen?

Grundsätzlich ist kein Eigenbeitrag der Eltern notwendig. Wir übernehmen die Finanzierung federführend und suchen dafür unterschiedliche Quellen, vom schulinternen Förderverein bis zu Stiftungen.

Wirkung und Wissenschaft

Woran arbeitet ihr wissenschaftlich, und gibt es Belege für die Wirkung?

Wir orientieren uns an der Schwartz-Wertetheorie, den Zielen politischer Bildung, den WHO-Life-Skills und der Resilienzforschung. Die Forschung zeigt, dass ein ausgeprägtes Wertebewusstsein mit besserer psychischer Gesundheit, höherer Resilienz und geringerer Stressbelastung verbunden ist. Besonders wirksam ist das konkrete Handeln nach den eigenen Werten (zum Beispiel Tessier et al., 2021, und Bojanowska et al., 2022).

Bei den Erhebungsmethoden und den Fragetechniken arbeiten wir mit der Universität Osnabrück zusammen, damit unsere Auswertungen wissenschaftlich fundiert sind. Jedes Projekt wird mit Vorher-Nachher-Erhebungen evaluiert.

Was ist der Werte-Check, und wozu dient er?

Mit dem digitalen Werte-Check wählen Schülerinnen und Schüler aus einem Set von 52 Werten acht persönliche Werte aus und erhalten daraus ihr persönliches Werteprofil. Aus allen Teilnahmen entsteht anonymisiert und zusammengefasst ein Wertebild der Schülerschaft, das die Grundlage für die Arbeit in den Workshops bildet.

Erste Ergebnisse zeigen, dass sich Werteprioritäten zwischen Jahrgangsstufen deutlich unterscheiden und dass "wichtig finden" nicht dasselbe ist wie "priorisieren". Deshalb arbeiten wir altersgerecht.

Wie erkennen wir, ob das Projekt etwas gebracht hat?

Wir evaluieren nicht nur die Zufriedenheit, sondern vor allem die Entwicklung von Schutz- und Handlungskompetenzen. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

  • Können Schülerinnen und Schüler ihre Werte klarer benennen und mit Alltagssituationen verbinden?
  • Fühlen sie sich sicherer, in Konflikt- und Drucksituationen nach ihren Werten zu handeln?
  • Erleben Lehrkräfte die Methoden als praxistauglich?
  • Entstehen konkrete Schulwerte, Wertedefinitionen und wiederverwendbare Formate?

Dokumentiert wird mit Vorher-Nachher-Erhebungen, digitalen Werteprofilen, zusammengefassten Wertebildern, Feedback von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften und einer gemeinsamen Reflexion mit der Steuergruppe.

Datenschutz und Eltern

Welche Daten von Schülerinnen und Schülern werden erhoben?

Wir erheben die Daten so anonym wie möglich und setzen digitale Elemente datensparsam und DSGVO-konform um. Es werden keine Namen und keine direkten personenbezogenen Angaben erfasst. Damit sich die Ergebnisse analysieren und vergleichen lassen, hinterlegen wir Alter, Geschlecht und Klasse.

Die Auswertungen für die Schule erfolgen ausschließlich anonymisiert und zusammengefasst.

Werden Eltern informiert, und können sie sich beteiligen?

Ja, Eltern werden informiert. Wie weit sie einbezogen werden, entscheidet die Schule: Es kann eine reine Information sein oder eine partizipative Rolle, bei der Eltern über einen freiwilligen digitalen Werte-Check ihre Perspektive einbringen. Die Kommunikation an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern stimmen wir vorab mit der Schule ab.

Organisation

In welchen Regionen seid ihr unterwegs, und geht auch online?

Wir sind bundesweit buchbar. Projekte haben wir bisher in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg umgesetzt. Einzelne Bausteine, zum Beispiel das Programm für die Value Ambassadors, laufen online.

Ich bin Lehrkraft. Wie stoße ich ein Projekt an meiner Schule an?

Über das Programm entscheidet in der Regel die Schulleitung. Du kannst den Anstoß geben: Schick ihr die Seite "Für Schulleitungen" (auf der Seite "Für Lehrkräfte" gibt es dafür einen Knopf) und bring uns zu einem Erstgespräch zusammen. Du kannst dabei sein und deine Fragen stellen.

Habt ihr Referenzen?

Auf unserer Seite "Projekte" stellen wir Schulen vor, mit denen wir gearbeitet haben.

Bietet ihr auch Elternabende oder Angebote für Eltern an?

Dafür gibt es den Strang Value Parents. Wir können Eltern in unterschiedlichen Intensitäten einbinden, von einer einfachen Information bis zu aktiver Beteiligung über einen freiwilligen digitalen Werte-Check. Die Perspektive der Eltern fließt in das gemeinsame Wertebild der Schule ein.

Wie das aussieht, legt jede Schule gemeinsam mit der Steuergruppe fest.

Deine Frage ist nicht dabei?

Wir beantworten sie gern im Erstgespräch. Es dauert 50 Minuten, ist kostenfrei und unverbindlich.

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