Hintergrund: Resilienz

Resilienz bei Jugendlichen: Wie Orientierung und Werte tragen.

Die junge Generation ist besorgt, aber nicht hoffnungslos. Studien zeigen, wie stark gesellschaftliche Krisen sie beschäftigen und warum Orientierung und Sicherheit so wichtig sind.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Zahlen

Jede Zahl stammt aus der verlinkten Originalquelle.

81 %

der Jugendlichen haben Angst vor einem Krieg in Europa.

Quelle: Shell Jugendstudie 2024 (Zusammenfassung, PDF)

67 %

sorgen sich um die wirtschaftliche Lage und mögliche Armut.

Quelle: Shell Jugendstudie 2024 (Zusammenfassung, PDF)

64 %

sorgen sich vor wachsender Feindseligkeit zwischen den Menschen.

Quelle: Shell Jugendstudie 2024 (Zusammenfassung, PDF)

Studien

Was Jugendliche beschäftigt

Was die Studien sagen, in unseren Worten zusammengefasst, mit Link zur Quelle.

Shell Jugendstudie 2024

Befragt wurden 12- bis 25-Jährige. Die größten Sorgen: Krieg in Europa (81 %), die wirtschaftliche Lage und mögliche Armut (67 %), wachsende Feindseligkeit zwischen Menschen (64 %). Zugleich halten die Autoren fest, dass von einer generellen Resignation oder Distanz zu Demokratie und Gesellschaft nicht gesprochen werden kann.

Quelle: Shell Jugendstudie 2024 (Zusammenfassung, PDF)

SINUS-Jugendstudie 2024

Die qualitative Studie stützt sich auf 72 Fallstudien mit 14- bis 17-Jährigen. Viele nehmen Krisen als Dauerzustand wahr, haben aber Bewältigungsstrategien entwickelt und wirken resilient. Familie, Halt und Geborgenheit sind zentral, soziale Werte wie Toleranz und Altruismus sind stark ausgeprägt.

Quelle: SINUS-Jugendstudie 2024

17. Kinder- und Jugendbericht

Die Bundesregierung hält in ihrer Stellungnahme fest: In einer Zeit, die allen viel abverlangt, benötigen junge Menschen Orientierung und Sicherheit. Die junge Generation zeigt sich trotz der Krisenerfahrungen mehrheitlich optimistisch und zufrieden mit ihrer Lebenssituation. Das lässt auf eine bemerkenswerte Resilienz vieler schließen, erfordert aber nach Ansicht der Bundesregierung eine differenzierte Betrachtung.

Quelle: 17. Kinder- und Jugendbericht (BMBFSFJ, 2025, PDF)

Werte als Ressource

Was eigene Werte mit Antrieb und Wohlbefinden zu tun haben

Zwei Studien mit Jugendlichen zeigen, wie eigene Beweggründe und Werte mit Engagement und Wohlbefinden zusammenhängen. Es sind Zusammenhänge in den jeweiligen Stichproben.

Eigene Ziele, Engagement und Burnout

In einer Längsschnittstudie mit 614 17-jährigen Schülerinnen und Schülern investierten Jugendliche mehr Anstrengung und erreichten mehr Fortschritt, wenn sie ein Leistungsziel aus eigenen, inneren Gründen verfolgten. Bei Mädchen sagte hoher Fortschritt ein höheres Schulengagement und einen erfolgreichen Übergang nach der Schule voraus, geringer Fortschritt hing mit Schulburnout zusammen.

Quelle: Vasalampi et al. (2009): Adolescents' self-concordance, school engagement, and burnout, European Psychologist

Welche Werte Jugendlichen guttun

In einer Befragung von 647 Jugendlichen (14 bis 17 Jahre) berichteten diejenigen von höherem Wohlbefinden, denen intrinsische Werte wie Zugehörigkeit, Selbstakzeptanz und Beitrag zur Gemeinschaft wichtig sind. Materielle Werte wie Reichtum, Schönheit und Ruhm hingen dagegen mit mehr Risikoverhalten zusammen.

Quelle: Tessier et al. (2021): Adolescents walking the talk, Motivation and Emotion

Für Schulen

Was das für Schulen bedeutet

Aus den Studien ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Schule.

Orientierung braucht Auseinandersetzung

Wer seine eigenen Werte kennt, hat einen Maßstab für Entscheidungen. Das beginnt damit, sie zu entdecken und mit anderen zu besprechen.

Eigene Beweggründe zählen

Die Studie von Vasalampi und Kollegen verbindet innere Beweggründe mit Anstrengung, Fortschritt und Schulengagement. Wertearbeit knüpft genau daran an.

Eine gemeinsame Sprache

Wenn Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern über dieselben Werte sprechen, entsteht ein gemeinsamer Halt im Schulalltag.

Unser Ansatz

Wie Value School ansetzt

Mit Wertespielen und Erlebnissen entdecken Schülerinnen und Schüler, was ihnen wichtig ist. Klassen sprechen darüber und entwickeln gemeinsam Regeln. Lehrkräfte bekommen Handlungssicherheit in Wertekonflikten. Das Ziel: ein stabiles Wertefundament, das im Schulalltag trägt.

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Stand der Quellen: Oktober 2026. Die Zahlen wurden anhand der verlinkten Originalquellen geprüft.

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